Die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Wissensmanagement:
| Alzheimer |
Fortschreitend-degenerative Erkrankung des Gehirns, die heute als eine der wichtigsten Ursachen des geistigen Verfalls bei älteren Menschen gilt; Anzeichen sind hochgradige Vergesslichkeit. Bei Unternehmen entsteht Alzheimer, wenn Wissensträger das Unternehmen verlassen (müssen). Um Alzheimer zu verhindern, sind besondere Massnahmen des Wissensmanagements nötig:
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| Daten | Daten kennzeichnen einzelne objektive Fakten zu Ereignissen oder Vorgängen. Daten sind meist strukturierte Aufzeichnungen von Transaktionen. |
| Diversifikation | Ausweitung des Produktionsprogramms und die Erschliessung neuer Absatzmärkte durch ein Unternehmen. Dabei ist das Unternehmen auch auf neues Wissen angewiesen.Durch aktiv betriebenes Wissensmanagement wird das fehlende Wissen früh erfasst und rechtzeitig angeeignet. |
| Explizites Wissen | Beschriebenes Wissen, von seinem Entdecker unabhängig gemacht. Explizites Wissen steckt in Qualitätshandbüchern, Patenten, Verfahrensbeschreibungen, Nachschlagewerken, Fachbüchern, Expertensystemen etc. |
| Fusion | Wirtschaftlichen Zusammenschluss von zwei oder mehreren bislang selbständigen Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheitsgesellschaft. Bei einer Fusion besteht das Risiko von Wissensverlust. Durch geeignete Massnahmen des Wissensmanagements kann das Wissen der fusionierten Unternehmen zusammengeführt und erfolgreich angewandt werden. |
| Intellectual
Capital abgekürzt: IC |
Englischer Fachbegriff für Wissenskapital |
| Implizites Wissen | Das nicht bewusste, nicht beschriebene Wissen. Know-how, Kompetenz, Intuition . . . |
| Informationen | Informationen sind Nachrichten. Sie haben Sender und Empfänger. Informationen sollen die Wahrnehmung des Empfängers in Bezug auf einen Sachverhalt verändern und sich auf seine Beurteilung und sein Verhalten auswirken. Informationen kann man sich vorstellen als Daten, die etwas bewirken. |
| Lernen | Das Aneignen von Kenntnissen und Fähigkeiten, Wertvorstellungen, Gefühlen und Verhaltensweisen. |
| Lernende Organisation | Eine Organisation, die aufgrund ihrer Erwartungen bezüglich ihrer Umwelt ihre Struktur und Fähigkeiten ändert. Das Ziel ist, die eigene Überlebensfähigkeit langfristig zu optimieren. |
| Mitarbeiter |
Bisher stellten Arbeitnehmer weitgehend ihre Arbeitskraft für eine vorstrukturierte, klar definierte Aufgabe zur Verfügung. Unter Wissensgesichtspunkten werden Mitarbeiter zu Mitdenkern, zu Miteinander-Problemlösern. Die Mitarbeiter stellen ihre Intelligenz, ihre Lernfähigkeit und ihr Wissen dem Unternehmen zur Verfügung. |
| Shareholder | Aktionär, besitzt über seine Wertpapiere einen Teil des Unternehmens. |
| Stakeholder | Anspruchsgruppen. Darin sind beispielsweise Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten, Fremdkapitalgeber, der Staat und die Offentlichkeit vertreten. |
| Unternehmen |
Unter dem Aspekte von Wissensmanagement ist das Unternehmen der Ort, an dem sich individuelles Wissen und Intelligenz zu kollektiver, kreativer Intelligenz organisiert. In dieser Intelligenz steckt die Fähigkeit, unternehmerisch tätig zu werden. Das Unternehmen nutzt die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter, entwickelt deren Fähigkeiten und Fertigkeiten und sichert sie, indem es diese in eine "organisationale" Wissensbasis überführt. Das Ziel des Unternehmens ist, daraus Werte zu schöpfen. |
| Wissen | Wissen ist eine fliessende Mischung aus Fachkenntnissen, Erfahrungen, Können, Wertvorstellungen und Kontextinformationen. Entstehung und Anwendung von Wissen vollziehen sich durch Kopfarbeit. In Organisationen ist Wissen häufig nicht nur in Dokumenten und Speichern enthalten, sondern ist auch eingebettet in organisatorischen Routinen, Prozessen, Praktiken und Normen. Wissen ist mehr als Information. |
| Wissenskapital | Immaterielle Unternehmenswerte: Kompetenz der Mitarbeiter, interne Struktur, externe Struktur. Differenz zwischen dem Buchwert und dem Marktwert eines Unternehmens. Durch Wissensmanagement kann der immaterielle Unternehmenswert wachsen. |
| Wissensmanagement | Das systematische Bestreben, in der Organisation vorhandenes Wissen optimal zu nutzen, weiter zu entwickeln und in neue Produkte, Prozesse und Geschäftsfelder umzusetzen. |
| Wissensmarkt | Das Geben und Nehmen von Wissen in und zwischen Unternehmen unterliegt markt-ähnlichen Regeln: Angebot und Nachfrage kommen nur dann in Fluss, wenn eine ausgleichende "Währung" im Spiel ist. Durch geeignete Anreizsysteme kann der Wissensmarkt belebt werden. |
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