WISSEN Newsletter Nr. 12 vom 02.12. 2001

Der Email-Newsletter von Katz und Partner für WISSEN-Insider

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--- Inhaltsverzeichnis ----------------------------------------------

Wissensmanagement: zuerst Euphorie - dann Ernüchterung Begangene Fehler Eher Erfolg versprechende Ansätze Meine Schwerpunkte in der Beratung _____________________________________________________________________

"An der Qualität und Produktivität des Wissens muss systematisch gearbeitet werden. Das Leistungsvermögen jeder Organisation in einer Wissensgesellschaft, wenn nicht sogar ihr Überleben, wird künftig zunehmend von diesen beiden Faktoren abhängen." Peter F. Drucker

Liebe Leserin, lieber Leser

Hin und wieder lohnt es sich, zurückzulehnen und aus innerer Distanz nicht nur das aktuelle Zeitfenster, sondern einen grösseren Zeitraum zu überblicken.

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--- Wissensmanagement: zuerst Euphorie - jetzt Ernüchterung ---------

In den vergangenen Jahren haben einige Unternehmen viel Geld ausgegeben, um Wissensmanagement, neudeutsch "Knowledge Management Systems" einzuführen. Nicht zuletzt wurde diese Entwicklung getrieben durch das Marketing von Informatikunternehmen, die ihre Produkte mit der Etikette "Knowledge Management" versehen hatten. Und offenbar fand die Botschaft offene Ohren: Die Sehnsucht ist gross, endlich zu wissen, was wir wissen!

Haben sich die Investitionen in diese Knowledge Management Systeme auch gelohnt? Was sind die Auswirkungen? - In nicht wenigen Unternehmen sind die Datenfriedhöfe grösser geworden; - Die Nutzung der Wissensmanagement-Systeme entspricht nicht den Erwartungen; - Bei den Mitarbeitern wurde Goodwill vernichtet.

Kurz: Die Einführung der Systeme hat hohe Kosten verursacht, doch kaum einen entsprechenden Nutzen.

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--- Begangene Fehler ------------------------------------------------

Man implementiert ein System, bevor überhaupt klar ist, was "Wissen" für dieses Unternehmen bedeutet: Steht die Steigerung von Effizienz oder Innovation im Vordergrund? Sind die Mitarbeiter möglichst rasch mit den nötigen Informationen zu versorgen, oder soll durch dynamischen Austausch neues Wissen und daraus Innovation entstehen?

Seit Frederick Taylor's Scientific Management wird Arbeit rationalisiert. Dies ist äusserst wirkungsvoll, zumindest bei physischer Arbeit. Doch: Lassen sich diese Ansätze auf die Wissensarbeiter und die Wissensarbeit übertragen? Können Entscheide automatisiert werden? Entspricht das Bild vom vollständig und richtig informierten Manager der Realität?

Die Einführung der Wissensmanagement-Systeme ist zu stark auf die IT-Infrastruktur ausgerichtet. Die Mitarbeiter werden als Peripheriegeräte des Systems angeschaut, weder ihre Einstellung noch die Integration mit ihrer Arbeitsaufgabe wird berücksichtigt. Kein Wunder, dass im Zusammenhang mit Wissensmanagement häufig die Frage nach dem wirkungsvollsten Anreizsystem gestellt wird!

IT heisst heute meist auch Standardlösung. Doch gibt es gerade bei der Frage nach der Organisation des Wissens die grössten Unterschiede zwischen Unternehmen. Ist es Glück oder Zufall, wenn die Standardlösung passt?

Wissensmanagement wird dem Unternehmen zentralistisch und flächendeckend übergestülpt. Schliesslich soll damit auch eine Vereinheitlichung des gesamten, global verteilten Unternehmens einher gehen. Zum Glück scheitern solche Projekte schon in der Startphase!

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--- Eher Erfolg versprechende Ansätze -------------------------------

Schon aus meiner Überschrift sehen Sie, dass ich nicht an Erfolgsgarantie glaube. Mit evolutionären Ansätzen jedoch ist die Chance grösser, dass Ihr Unternehmen durch Wissensmanagement effektiver oder effizienter wird.

Middle up down from Top: Mit Unterstützung der höchsten Unternehmensführung können Sie in einem kleinen, mit Bedacht ausgewählten Bereich erste Erfahrungen sammeln, daraus lernen, die Methoden verfeinern und nach 2-3 Lernzyklen im Schneeballverfahren auf andere Bereiche übertragen. Bei diesem Vorgehen erhalten Sie sogar ein massgeschneidertes Wissensmanagement!

Grundsätzlich steigen Ihre Erfolgschancen, wenn Sie Wissensmanagement-Ideen bereits auf die Einführung von Wissensmanagement anwenden: Auch ein effizientes Unternehmen überlebt in der Zukunft nur, wenn es Raum schafft für Lernen!

Konzentrieren Sie sich auf die für Ihr Unternehmen strategisch wichtigen Ausprägungen des Wissens. Schaffen Sie Ihre Organisation mit dem Blick in die Zukunft - anerkennen Sie Gegenwart und Vergangenheit: Schaffen Sie eine solche Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, dass die bestehenden Stärken nicht weg-reorganisiert werden.

Gestalten Sie Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen so, dass sich Wissensarbeiter darin wohl fühlen und einen Sinn finden in ihrer Arbeit. Vernetzen Sie Organisationseinheiten nicht nur digital, sondern auch human. Wenn Sie Regeln und Normen pflegen, die den Mitarbeitern Raum für eigenes Engagement geben, erhält die Führung die nötige Kapazität, sich mit den strategischen Fragen des Wissensmanagements zu beschäftigen. Wissensmanagement ist Chefsache!

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--- Meine Schwerpunkte in der Beratung ------------------------------

In letzter Zeit bin ich verschiedenen Büchern begegnet, die mir zusätzlich zu den eigenen Erfolgen bestätigen, dass ich mit meinem evolutionären Beratungsansatz bei komplexen Aufgabenstellungen richtig liege. Denn:

- In einem komplexen System (unsere Welt) ist es nicht möglich, alles Relevante zu wissen. - Es ist nicht möglich, die Zukunft exakt vorwegzunehmen. Exakte Planung ist eine Illusion. - Die Handlungsfähigkeit steigt, wenn man seine Aufmerksamkeit mehr auf die Beziehungen und Zusammenhänge statt auf die einzelnen Elemente des Systems richtet. - In unserer Zeit, in der sich die Umwelt rasch und unvorhersehbar verändert, wird flexible Anpassung zum wesentlichen Erfolgsfaktor.

Aus diesem Grund lege ich die Schwerpunkte in meiner Beratung je länger je mehr auf ein innovatives Change-Management, also auf eine entwicklungsorientierte Begleitung Ihres Unternehmens.

Das heisst: - Auf den Nutzen der Kunden Ihres Unternehmens ausgerichtet, - Die Menschen bei ihrer Arbeitsaufgabe abholen, - Lernen ermöglichen, - sich am Sinn orientieren und daraus die Motivation schöpfen - Leidensdruck mindern, - Formelle und informelle Organisation simultan entwickeln.

Dabei sind alle Gestaltungselemente des Unternehmens zu berücksichtigen: - Existenzgrund des Unternehmens - die Menschen, deren Kommunikation und Zusammenarbeit, - Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen, - technische und wirtschaftliche Ressourcen.

Nicht zuletzt aus der Einsicht heraus, dass Wissen weder direkt greifbar ist noch verwaltet werden kann, ist mein Fokus auf die Organisation gerichtet, die ihr Wissen für den unternehmerischen Erfolg geschickt einsetzen will.

Ist Ihr Unternehmen bereits auf dem Weg zur Wissensorganisation? Möchten Sie wissen, wie Ihr Unternehmen diesen Weg gehen kann?

Rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir Ihr Anliegen mailto:katz@wissen.org. Ich werde Ihnen umgehend antworten.

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Besten Dank für Ihr Interesse an meinem Newsletter! Ich freue mich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Schöne Grüsse vom Bodensee

Christian Katz Katz und Partner, Unternehmensberatung für Wissensmanagement Rudwies 17, CH-9322 Egnach Tel. +41(0)71-470 03 30 Fax +41(0)71-470 03 31 Wollen Sie von.WISSEN.profitieren? katz@wissen.org ==> http://www.WISSEN.org <==

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Besten Dank!

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